Schneverdingen, 30. Mai 2026 – Am Samstagmittag haben wir eine umfangreiche und sehr realitätsnahe Einsatzübung rund um das Rathaus und die Rathauspassage durchgeführt. Im Mittelpunkt stand dabei, verschiedene Einsatzszenarien unter möglichst echten Bedingungen zu trainieren und vor allem die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte weiter zu stärken.
Im ersten Einsatzabschnitt wurde ein Brand in der Teeküche des Rathauses angenommen, ausgelöst durch einen technischen Defekt an einer Kaffeemaschine. Durch die starke Rauchentwicklung waren mehrere Flure schnell verraucht und Fluchtwege teilweise unpassierbar. Während sich viele Personen selbstständig ins Freie retten konnten, galten drei Personen weiterhin als vermisst.
Mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Menschenrettung und Brandbekämpfung in das Gebäude vor. Eine Person wurde mit einer Fluchthaube aus dem Erdgeschoss gerettet, eine weitere „verletzte“ Person konnte mithilfe der Drehleiter aus dem Obergeschoss in Sicherheit gebracht werden. Eine besondere Rettung durfte dabei auch unsere Bürgermeisterin Meike Moog-Steffens erleben: Sie wurde im Rahmen der Übung mit der Drehleiter aus dem ersten Obergeschoss direkt aus dem Ratssaal gerettet.
Parallel dazu wurde eine stabile Wasserversorgung aufgebaut und eine sogenannte Riegelstellung vorbereitet, um ein mögliches Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude zu verhindern.
Im zweiten Übungsabschnitt wurde ein Verkehrsunfall in der Rathauspassage simuliert. Ein Autofahrer war durch das Einsatzgeschehen abgelenkt, kam von der Fahrbahn ab und erfasste eine Person auf dem Gehweg, die anschließend unter dem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Neben der Rettung der Fahrzeuginsassen lag der Schwerpunkt hier auf der technischen Rettung der eingeklemmten Person mit hydraulischem Rettungsgerät und Hebekissen. Besonderes Augenmerk galt dabei der Eigensicherung, dem Brandschutz sowie der koordinierten Zusammenarbeit aller eingesetzten Kräfte.
Neben der Menschenrettung standen insgesamt die optimale Standortwahl der Drehleiter, der sichere Umgang mit dem Rettungssatz sowie das Zusammenspiel der einzelnen Einheiten im Fokus der gesamten Übung.
An der Übung beteiligt waren zahlreiche Fahrzeuge und Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Schneverdingen. Unterstützt wurde das Ganze durch die Fachkomponente Atemschutzüberwachung der Ortsfeuerwehr Zahrensen.
Nach rund anderthalb Stunden konnte die Übung erfolgreich beendet werden. Im Anschluss stellten alle Einsatzkräfte die Einsatzbereitschaft der Fahrzeuge wieder her.
Wir sind mit dem Verlauf der Übung sehr zufrieden. Solche realitätsnahen Trainings sind ein wichtiger Bestandteil, um im Ernstfall schnell, sicher und professionell helfen zu können.
Ein besonderer Dank geht an die Firma Bosselmann aus Heber, die das Unfallfahrzeug zur Verfügung gestellt hat, an die Firma Heitmann Felle für die Verpflegung der Einsatzkräfte sowie an die Firma Schoneboom Tief- und Rohrleitungsbau für die Bereitstellung einer Mulde zum Transport des verunfallten PKW.